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Akademisches Lehrkrankenhaus
der Universität Duisburg-Essen
​Aktionstag
Reanimation ist einfach  –  jeder kann ein Leben retten
 
Anlässlich der „Woche der Wiederbelebung“ vom 19. bis 25.9.2016 initiierte das Marienhospital am 19. und 20. September zwei Aktionstage unter dem Motto
Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation“.
 
„Ein plötzlicher Herzstillstand kann jeden treffen – deshalb sollte auch jeder in der Lage sein, im Notfall einfache und lebensrettende Sofortmaßnahmen zu ergreifen“, erklärt Dr. Thomas Meis, Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Notfallmedizin.
Lebensrettende Erste Hilfe Maßnahmen sollten nicht erst ins Bewusstsein rücken oder zum Thema werden, wenn die Notsituation da ist oder war. Da der letzte Erste Hilfe Kurs in der Regel schon länger zurück liegt, ist es wichtig, das Reanimationswissen aufzufrischen und für den Notfall gewappnet zu sein. „Jeder kann in die Situation geraten, Ersthelfer zu sein.
Für die Veranstaltungsteilnehmer standen drei Übungspuppen bereit. Zusätzlich erklärte Christian Büttner (Anästhesist) das richtige Verhalten im Notfall. Nach kurzen Erläuterungen und Fakten zur Reanimation begannen die „Hands-on“-Schulungen an den Trainingspuppen. Die Besucher nutzten die Zeit nach dem Reanimationstraining, um den Ärzten persönlich ihre Fragen zu diesem Thema zu stellen.
Zwar sind die Fälle, in denen einfache, aber lebensrettende Maßnahmen ergriffen werden, seit Einführung der „Woche der Wiederbelebung von 17% auf 31% angestiegen. Dennoch ist die Helferquote in Deutschland im internationalen Vergleich gering. Die Mund-zu-Mund-Beatmung, vor der sich viele ekeln, ist bei der Wiederbelebung zweitrangig: Mit einer Herz-Druck-Massage werden Gehirn und Organe bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes ausreichend mit Sauerstoff versorgt.
Die lebensrettende Devise lautet „Prüfen. Rufen. Drücken!“: Prüfen, ob die Person noch atmet. Unter der europaweit gültigen Notrufnummer 112 den Rettungsdienst rufen. Fest und mindestens 100 Mal pro Minute in der Mitte des Brustkorbs drücken und nicht aufhören, bis Hilfe eintrifft. „Mit der Erhöhung der Wiederbelebungsrate durch Laienhelfer könnten in Deutschland jährlich ca. 5.000 Menschenleben gerettet werden“, sagt Dr. Thomas Meis. So werden Hemmschwellen in der Bevölkerung vor der Ersten Hilfe abgebaut und die Wiederbelebungsrate in Deutschland gesteigert. „Denn Reanimation ist einfach – jeder kann ein Leben retten!“
 
   Bilder des Aktionstages
 

 
 
 

 Kontakt

 
Chefarzt:
Dr. med. Michael Nosch
 
Facharzt für Anästhesiologie
Intensivmedizin
Notfallmedizin
Stellv. ÄLRD der Stadt Bottrop
 
Chefarztsekretariat:
Doris Schramm
 
Tel.:  (0 20 41) 1 06 - 21 01
Fax:  (0 20 41) 1 06 - 21 09
 
 

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