02041-106-0
Akademisches Lehrkrankenhaus
der Universität Duisburg-Essen
Spezialuntersuchungsverfahren
 
Auf dieser Seite möchten wir Sie über neue Spezialuntersuchungsverfahren unserer Klinik informieren:
 
Cholangioskopie über ein modulares Endoskopiesystem
 
Dieses spezielle Endoskopiesystem ermöglicht das Einführen eines miniaturisierten Endoskopiesystems direkt in den Gallengang bzw. den Pankreasgang um hier die Ursache von z.B. Galleabflussstörungen, bzw. bei Tumorverdacht, die Gallenwege, Bauchspeicheldrüse und die intrahepatischen Gallengänge weiter abzuklären.
Neben der optischen Visualisierung besteht die Möglichkeit auch direkt Gewebe unter Sicht abzunehmen bzw. eine lokale Tumortherapie durchzuführen.
Das System stellt eine weitere Ergänzung der hier schwerpunktmäßig durchgeführten endoskopischen Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der Gallenwege und der Bauchspeicheldrüse dar.
 
 
Darstellung des Bauchspeicheldrüsenganges bei chronischer Pankreatitis mit narbiger Verengung des Ausführungsganges (Pankreaticographie und direkte Endoskopie – Pancreaticoskopie)
 
 
Flimmerfrequenzanalyse über Hepatonorm Analyser
 
Patienten mit Leberzirrhose sind durch ihre gestörte Leberfunktion in vielfältiger Weise von Funktionsstörungen betroffen.
Neben dem Blutungsrisiko aus Gefäßveränderungen des Magen-Darmtraktes, der Wasseransammlung im Körper, besteht das Risiko einer Funktionsstörung der Gehirnfunktion, der sog. hepatischen Encephalopathie, die aus einer unzureichenden Entgiftungsfunktion der Leber resultiert und entsprechende Funktionsstörungen zur Folge hat.
Mit der bislang fast ausschließlich nur in spezialisierten Universitätskliniken eingesetzten Flimmerfrequenzanalysen besteht die Möglichkeit auch eine minimale Encephalopathie (Funktionsstörung, die durch die sonst üblichen Testverfahren nicht erkannt werden kann) rechtzeitig zu erkennen und gezielt zu behandeln.
Hierbei wird die Reaktionszeit der Patienten auf Flimmerlicht gemessen und als diagnostischer Parameter ausgewertet. Die Untersuchung ist nicht invasiv und einfach durchzuführen und ermöglicht eine rasche Analyse der Beeinträchtigung der Patienten.
 




 

 

 

 

 

Kapselendoskopie mittels Kolonkapsel
 
Die Kapselendoskopie des Dünndarms ist Standardverfahren zur Diagnose von Blutungen im
Bereich des Dünndarms und vermuteten entzündlichen Veränderungen bei chron. entzündlichen
Darmerkrankungen (M. Crohn). Dieses Verfahren ist bereits seit vielen Jahren eingeführt und fester Bestandteil des diagnostischen Armentariums unserer Klinik.
Die Kolonkapselendoskopie wird ebenfalls mit einer Spezialkapsel durchgeführt, die jetzt allerdings
über 2 Kameraköpfe verfügt um auch versteckt hinter Falten liegende suspekte Areale besser
visualisieren zu können.
Die Bildaufnahmefrequenz variiert von der Kapselgeschwindigkeit und liegt zwischen 4 und 35
Bildern pro Sekunde. Die hierdurch aufgenommenen ca. 50.000 bis 60.000 Bilder werden dann von einem unserer Spezialisten ausgewertet. Die Indikation für dieses Spezialuntersuchungs-verfahren besteht dann, wenn (in seltensten Fällen) eine komplette Koloskopie aufgrund von Voroperationen / Verwachsungen nicht komplett durchgeführt werden kann bzw. auf speziellen Wunsch der Patienten. Im zuletzt genannten Fall ist die Kostenübernahme jedoch durch die Krankenkasse nicht gegeben.
Der Einsatz dieses speziellen Untersuchungsverfahrens erfordert jedoch ebenfalls eine sehr sorgfältige Darmvorbereitung, ist jedoch auch in der Vorsorge des kolorektalen Karzinoms alternativ zur endoskopischen Untersuchung ein akzeptiertes Diagnostikverfahren.



 
 
 
 
 
 
 
 

 
 

 Kontakt

 
Chefarzt:  
Dr. med. Friedrich Schorr
 
Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologie, Diabetologie,
Notfall- und Ernährungsmedizin, Labormedizin - fgbn
Kursleiter Endosonographie
(DEGUM Stufe III)
 
 
Chefarztsekretariat:  
Meike Maeße
 
Tel.:  (0 20 41) 1 06 - 10 01
Fax:  (0 20 41) 1 06 - 10 19
 
 
Privatambulanz  
nach Vereinbarung