02041-106-0
Akademisches Lehrkrankenhaus
der Universität Duisburg-Essen
 
Eine neue Doppelspitze in der Kardiologie seit  01. Oktober 2020 im Marienhospital
Neues Elektrophysiologisches Herzkatheter-Labor
 
Seit dem 01.10.2020 sind in der Klinik für Kardiologie des Marienhospitals Bottrop zwei neue Bereiche eingerichtet: Herr Dr. Michael Markant leitet den Bereich für Allgemeine und Interventionelle Kardiologie und Frau Dr. Anja Dorszewski leitet den neu eingerichteten Bereich der Elektrophysiologie und Rhythmologie.
 

 
In Anbetracht des zunehmenden Auftretens von Herzerkrankungen und des steigendenden Bedarfes an minimal-invasiven Eingriffen bei Herz-Kreislauferkrankungen erfordert es eine Spezialisierung und Abbildung der Kardiologie in zwei Bereiche mit zwei Chefärzten, um so alle Herzerkrankungen optimal behandeln zu können.
 
Frau Dr. Anja Dorszewski absolvierte ihr Studium der Humanmedizin an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Ihre Assistenzarztzeit und Spezialisierung erfolgte an der Westfälischen Wilhelms Universität Münster. Und hier begann bereits früh ihre Spezialisierung in der Elektrophysiologie und Rhythmologie. Danach arbeitete sie von 2000-2005 als Oberärztin der Kardiologie und Rhythmologie am Herzzentrum Leipzig, von 2005 -2008 am Herz- und Diabeteszentrum Bad Oeynhausen und ab 2008 als leitende Ärztin der Abteilung Elektrophysiologie in Essen und seit 2015 am Herzzentrum Duisburg. Sie ist mit Ihrem Team aus Duisburg an das Marienhospital Bottrop gekommen, um diesen hier neuen Bereich zu etablieren. Ziel ist es, den Patienten hochmoderne Diagnostik und Therapie aller elektrischen/rhythmologischen  Erkrankungen des Herzens, ob angeboren oder erworben, kompetent anzubieten. Durch Frau Dr. Dorszewski und ihrem Team wird die komplette breite Anzahl aller elektrophysiologischen Untersuchungen und Ablationen am Herzen durchgeführt. Hierbei erfolgt nach Diagnostik der entsprechenden Herzrhythmusstörung die Verödung (Ablation) der störenden oder schädlichen elektrisch aktiven Zellen durch Strom oder ggf. in bestimmten Fällen auch Kälte. Diese liegen meist an der Innenseite des Herzens, sog. endokardial, aber seltener auch auf dem Herzen, epikardial. Viele dieser Eingriffe werden mit technisch aufwendigen computerunterstützten Verfahren, dem sog. 3D-Mapping durchgeführt. Hierbei kann Millisekunden genau und sehr strahlungsarm die Region der Rhythmusstörung identifiziert und beseitigt werden. Hierfür ist die neueste und modernste verfügbare Technik in dem jetzt neu gebauten Katheterlabor der Elektrophysiologie installiert worden. Desweiteren werden durch den Bereich Elektrophysiologie/Rhythmologie  auch die Implantationen der Schrittmacher-, Defibrillator- und Resynchronisationssysteme nicht nur mit kardiologischer, sondern auch herzchirurgischer fachärztlicher Expertise erfolgen. Es erfolgt auch die Anwendung spezieller Schrittmachersysteme, sog. HIS Bundle-Stimulation, um eine möglichst natürliche, physiologische Form der Erregungsausbreitung zu erhalten.
 
Ein Expertenteam für alle weiteren Herzerkrankungen
Alle anderen Bereiche der Kardiologie werden durch Dr. Michael Markant und seinem Team abgedeckt. Dr. Markant studierte an der Justus-Liebig-Universität in Gießen Medizin. Seine internistische und kardiologische Ausbildung absolvierte er im Klinikum Minden  und im Klinikum Fulda. Die Ausbildung zum interventionellen Kardiologen erfolgte in Fulda bei einem der Pioniere der interventionellen Kardiologie in Deutschland, Prof. Dr. Bonzel. Seit 2006 hat er als leitender Oberarzt im Katholischen Klinikum Ruhrgebiet Nord, Standort Marien-Hospital Marl, die dortige Kardiologie maßgeblich mit aufgebaut. Zusätzlich zur Leitung der Herzkatheterlabore war er als stellvertretender Leiter der Intensivstation und Leiter der Chest Pain-Unit tätig. In seinem Bereich geht es häufig um Erkrankungen der Herzkranzgefäße und der Herzklappen sowie um viele weitere Herz- und Kreislauferkrankungen, die angeboren sein oder Patienten im Laufe ihres Lebens treffen können.
Zum Spektrum der allgemeinen und interventionellen Kardiologie gehören daher neben Herzkatheteruntersuchungen, Ballondilatationen und Stentimplantationen auch die Abklärung der funktionellen Bedeutsamkeit der Verengung der Herzkranzgefäße mit Hilfe eines Druckdrahtes und die Beurteilung von Gefäßverengungen und auch implantierten Gefäßstützen (sogenannten Stents) mithilfe des intravaskulären Ultraschalls. Weiterhin werden sehr verkalkte Verengungen mit einem diamantbesetzten Mikrobohrer, einem sogenannten Rotablator, behandelt. Auch die Wiedereröffnung chronischer Gefäßverschlüsse wird durch Dr. Markant schon seit vielen Jahren durchgeführt und im Marienhospital Bottrop in Zukunft angeboten. Hierdurch können mit den oben genannten Verfahren in bestimmten Fällen Bypass-Operationen vermieden werden. Auch Patienten die an einer Bluthochdruckerkrankung, einer Herzschwäche oder einer intensivpflichtigen Herz-Kreislauferkrankung leiden werden durch Dr. Markant und sein Team optimal versorgt.
 
 
Foto aus dem Baustellenbereich der Kardiologie - Chefärzte mit Geschäftsführerin Dr. med. Ulrike Ellebrecht (rechts im Bild)

 
Nach 23 Jahren im MHB ist unser Chefarzt der Klinik für Kardiologie - Priv.-Doz. Dr. Ludger Ulbricht - im Oktober 2020 -  in den wohlverdienten Ruhestand gegangen.
 
Wir bedanken uns ganz herzlich für die langjährige gute Zusammenarbeit und seine Treue dem MHB gegenüber und wünschen ihm alles Gute für den neuen Lebensabschnitt.
 
 
 

 Kontakt

 
Chefarzt
Allgemeine und Interventionelle Kardiologie
 
Dr. med. Michael Markant
Facharzt für Innere Medizin
Facharzt für Kardiologie
 
Tel.  (0 20 41) 106-1101
Fax  (0 20 41) 106-1109
 
Chefärztin
Elektrophysiologie und Rhythmologie
 
Dr. med. Anja Dorszewski
Fachärztin für Innere Medizin
Fachärztin für Kardiologie
 
Tel. (0 20 41) 106-1301
Fax (0 20 41) 106-1309
 
 
Chefarztsekretariat:  
Marlies Fromm
 
Tel.  (0 20 41) 106-1101
Fax  (0 20 41) 106-1109
 
Tel. (0 20 41) 106-1301
Fax (0 20 41) 106-1309