02041-106-0
Akademisches Lehrkrankenhaus
der Universität Duisburg-Essen
​Gelenkerhaltende Operationen
In der operativen Behandlung von Gelenkerkrankungen spielen die Spiegelungen von Gelenken (Arthroskopien) eine große Rolle. Arthroskopien erlauben die Diagnostik und Therapie von Gelenkschäden durch sehr kleine Hautschnitte. Sehr häufig werden Kniegelenke (z.B. bei Meniskus- oder Knorpelschäden), Schultergelenke (z.B. bei Sehnenrissen) und Sprunggelenke (z.B. bei Einklemmungserscheinungen) auf diese Weise behandelt. Aber auch Hüft-, Ellenbogen-, Hand- und Großzehengrundgelenke können mit speziellen Instrumenten erfolgreich operiert werden. Diese Operationen sind ambulant und stationär möglich.
 
Bei größeren Gelenkschäden kann durch den Knorpel stimulierende Maßnahmen, Knochen-Knorpel-Transplantationen, Knochenabtragungen oder Achskorrekturen oft ein künstlicher Ersatz von Gelenkanteilen verhindert oder zumindest hinausgeschoben werden.
 
 
Fußchirurgie
Schmerzhafte Deformitäten des Fußes sind nicht selten. Oft ist der Vorfuß mit typischen Krankheitsbildern betroffen (z.B. Hallux valgus, Krallenzehen, Metatarsalgien, Verschleiß am Großzehengrundgelenk, schmerzhafte Nervenknötchen, Schneiderballen). Am Rückfuß finden sich relativ häufig degenerative Veränderungen (z.B. Arthrosen), Überlastungsschäden (z.B. Sehnenschäden), Einklemmungen von Nerven (z.B. Tarsaltunnel-Syndrom) und schmerzhafte Folgen von Fehlstellungen (z.B. Plattfüße). Das obere Sprunggelenk kann Schmerzen verursachen durch Einklemmungen nach Umknickverletzungen, durch Knorpelschäden, durch Achsfehler nach Brüchen und durch Verschleißveränderungen (Arthrose).
 
Alle diese Krankheitsbilder werden sehr differenziert konservativ und/oder operativ behandelt. Insbesondere die modernen Operationstechniken (Schrauben-, Platten-, Fadenanker- Transplantations-, Endoprothesen- und Versteifungssysteme) erlauben sehr genaue und sichere operative Korrekturen. Auch schmerzhafte und bereits voroperierte Füße können so oft noch deutlich verbessert werden. Komplexe und schwere Fußdeformitäten werden in unserer Klinik häufig behandelt. Schmerzen nach der Operation können durch eine zusätzliche Betäubung des Fußes mit Lokalanästhetikum (Fußblock) während der Narkose weitgehend vermieden werden.
 
 
Wirbelsäulenerkrankungen
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen. Die meisten akuten und chronischen Wirbelsäulenbeschwerden können ohne Operation erfolgreich behandelt werden. In Abhängigkeit vom Beschwerdebild und den radiologischen Untersuchungen (Röntgen, Computertomographie, Kernspintomographie) wird ein Therapiekonzept erarbeitet. In Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen (Physikalische Therapie, Radiologie, Schmerztherapie) führen wir eine standardisierte konservative Therapie durch. Insbesondere sind die etablierten Infiltrationstechniken an der Wirbelsäule sehr erfolgreich.
 
In manchen Fällen ist eine Operation sinnvoller. Beispielsweise besteht bei osteoporotischen Sinterungsbrüchen der Wirbelsäule die Möglichkeit, diese durch eine Knochenzementaufüllung (Ballonkyphoplastie) kurzfristig schmerzfrei oder zumindest schmerzarm zu machen. Einklemmungen von Nervensträngen durch Bandscheibengewebe oder degenerativ veränderten Wirbelsäulenanteilen (Spinalkanalstenose) werden operativ entlastet (Nukleotomie, Dekompression) und ggf. zusätzlich stabilisiert (Spondylodese).
 
 
Kinderorthopädie
Erkrankungen des Bewegungsapparates treten manchmal bereits bei Neugeborenen auf und finden sich auch bei Kindern und Jugendlichen. Die Diagnostik und Therapie von Orthopädischen Erkrankungen in diesem Lebensalter erfordert spezielle Kenntnisse.
 
Die Kinderorthopädie umfasst unter Anderem die konservative und operative Behandlung von Fußdeformitäten (z.B. Klumpfuß, Sichelfuß, Plattfuß), Achsfehlern (z.B. X-Beine, O-Beine), Hüftgelenkserkrankungen (z.B. Hüftdysplasie, M. Perthes) und Wirbelsäulendeformitäten (z.B. Skoliose). Kinderorthopädische Notfälle (z.B. Epiphysenlösungen, Gelenkeiterungen) werden jederzeit operativ und konservativ behandelt. Eine kinderärztliche Mitbetreuung ist durch die hiesige Kinderklinik gesichert.
 
 

 Kontakt zur Klinik

 
Chefarzt
Priv.-Doz. Dr. med.
Daniel Schmitz
 
Facharzt für Chirurgie / Unfallchirurgie / Handchirurgie,
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie / spezielle Unfallchirurgie
 
Leiter des Endoprothetikzentrums
Leiter des AltersTraumaZentrums
 
 
Chefarztsekretariat:
Ingrid Stuhrmann
 
Tel.:  (0 20 41) 1 06 - 14 01
Fax:  (0 20 41) 1 06 - 14 09
Orth. Ambulanz:  (0 20 41) 1 06 - 14 50